"Du und dein Mann, diese Milchsemmel!"

Begeisterten Freunden des rar gewordenen trocken-ironischen deutschen Humors wird bei diesen obigen Worten warm werden um das Komikherz. In diesen Stunden jedoch auch schwer. Denn wir haben einer der ganz großen Damen dieses Genres zu gedenken. Evelyn Hamann lebt nicht mehr.

Die hanseatische Dame schied in der Nacht vom 28.Oktober auf den 29. im Kreise ihrer engsten Familie nicht nur für immer vom Bildschirm, sondern auch aus dem Leben, wie es die eilig verfasste Pressemitteilung in diversen Online-Nachrichten proklamierte.

Blickt man zurück, so bleibt das Lächeln im Herzen dennoch erhalten. Denn Evelyn Hamann verstand es, ihr breites Publikum zu begeistern und zu unterhalten. Wie sie es selbst verlauten ließ, verdankte sie ihren Erfolg einem noch größeren Meister - dem Grandsegnieur der deutschen Komedielandschaft - Viicco von Bülow, wohl den meisten besser bekannt unter Loriot. Fast schon will man von einer schicksalhaften Begegnung sprechen, betrachtet man die Begegnung der beiden im Jahre 1976: Loriot suchte eine Partnerin, von der er ein ganz klares Bild hatte: Klein, bond, hausmutterhaft. Dennoch wagte seine künftige Comedy-Gefährtin das Vorsprechen bei Radio Bremen. Und überzeugte den preußischen Perfektionist.

Dieser wird im Nachhinein für dieses Himmelsgeschenk mehr als dankbar gewesen sein, entwickelte sie in Kombination mit ihm sich doch zu einem Quotengarant. Unvergesslich wird uns ihr zutiefst sympathisches - da so menschliches! - Auftreten bleiben, wenn sie die Hildegard im berühmten Nudelsketch gab, oder die leicht bourgeoise Renate Lohse, die in "Pappa ante portas" mit ihrem pensiorten "Direktor-Lohse"-Gatten fertig werden musste. Nie entwürdigend, sondern immer respektvoll, und mit zeitlosem, ehrlichen Humor gespickt bereicherten die beiden die Fernsehlandschaft - und uns.

Passend war Loriots Statement bei Beckmann, der kurze, aber so ehrliche Nachruf an Evelyn Hamann: "Liebe Evelyn, dein Timing war immer perfekt - nur heute hast du die Reihenfolge nicht eingehalten. Na warte!"

Was bleibt noch zu sagen? "Opa, nun sei doch endlich mal ein bisschen gemütlich!"

1 Kommentar 30.10.07 21:10, kommentieren

Melodie des Lebens

Ein- und ausatmen. Jede Stunde, Minute und Sekunde unseres Lebens ist geprägt von diesem Rhythmus, mal schneller, mal langsamer, mal zaghaft-vorsichtig, mal heftig, hitzig, heiß.

Meist atmen wir, ohne uns dessen bewusst zu sein. Ohne zu merken, welches Geschenk uns gegeben ist, mit welchem Stolz wir die Sauerstoffmoleküle in unsere Lungen aufnehmen dürfen, damit jede Faser unseres Körpers versorgt wird.

Erst, wenn uns das Atmen schwer fällt, lernen wir es schätzen. Und wie. Manchmal bleibt uns der Atem weg - wir werden sprachlos... und still. Ganz still.

Dann wünschen wir uns die Momente wieder, in denen die Luft durch unsere Nasen eingeströmt ist, Momente, geprägt von Sonnenschein, Glück und Freiheit. Freiheit... Ja, das ist das Wort, dass es wohl beschreibt: Freiheit - zu leben!

In der Hoffnung, dass ihr in den Ferien schon viele Momente freien Durchatmens hattet und noch einige haben werdet, grüßt euch euer von seinem Blog schon länger abstinent gewesene Chris.

2 Kommentare 13.8.07 00:25, kommentieren

Tussentussis

Husten ist schon eine komische Sache. Aufgrund von unwillkürlicher, explosionsartiger Bewegungen wird der Körper praktisch gezwungen, mit Geschwindigkeiten bis zu 480 Kilometer in der Stunde ... zu husten.

Allgemein dient ein besonders markantes Husten sogar der allgemeinen Belustigung, wenn der Mann - oder die Frau - gekrümmt am Boden nach etwas Luft ringt.

Rührige Rettungsversuche werden gerne unternommen, wenn der Hustenreiz etwa durch das ungeschickte Schlucken von Teilen der Nahrung bei einer der Mahlzeiten hervorgerufen wurde. Patsch, patsch, patsch.

Mädchen husten anders. Auch Puppen. Sie husten leise, fast zaghaft, ein klein wenig beschämt.

1 Kommentar 19.6.07 22:42, kommentieren

Katzenjammer

Er redet.

Wallende Worte entweichen seinem Mund, Töne, Laute, heftig wild, energisch, laut, ungebündelt - es staute sich auf. Wut beschallt mein Ohr, Ärger, bohrende Verzweiflung. "Wo ist die Tür?", fragt er sich sicher. Gibt es eine Tür, hinaus, heraus, aus dem Labyrinth?

Ich schweige.

Ohnmächtig höre ich zu. Wieso sage ich nichts? Wieso schafft kein Ton es, sich den Weg über meine Lippen zu bahnen? Ich. Ich, der ich oft zuhöre, der es gewohnt ist, Rat zu erteilen, seine Gedanken zu teilen.

Wieso schweige ich nun - nun, als es so dringend gefragt war? Kann ich nicht? Will ich nicht? Oder bin ich gar nicht gefragt, bin ich zum Zuhören verdammt, sollen die Worte, die Gedanken, die mein Herz erfüllen, gar nicht nach außen dringen, ist es ihr verdammtes Schicksal, ungehört, formlos zu bleiben? Ich weiß es nicht...

Wo bist du, Regenbogen? Dir will ich folgen - reichen wir uns die Hand? Meine zittert. Sie hat Angst. Zukunftsangst.

1 Kommentar 25.5.07 23:09, kommentieren

It's my life, and it's now or nee-veer! ;-)

 

Oh ja, das war schon ein geiler Abend gestern - ganz nach dem Lessing'schen Prinzip "Arbeit ist so wichtig als das Vergnügen" trafen Fabi und ich uns erst, um unser Sozialkunde-Referat im Cylces fertig zu planen und um dann noch im Nachtcafé einen gechillten Abend zu verleben. Der war auch klasse, weil man mit Fabi einfach die geilsten Gespräche führen kann - herzlichen Dank dafür an dieser Stelle! Eifrigst wurden schon Zukunftspläne geschmiedet, Visionen ausgetauscht und ganz verschiedene Leute analysiert: klasse! Schon hier trafen wir Doris und Arne, die wir dann bei unserem "Abstecher" im Druckhaus wieder gesehen haben. Nun ja, aus diesem Abstecher, um "mal kurz" Ka und Martina mit Anhang "Hi!" zu sagen, wurden dann gut zwei sehr nette Stunden mit Bergfeeling - da gibt man dann auch gerne mal was aus und schickt seine Kumpels zur Bar, um eine "ruhige" und nette Viertelstunde in netter Gesellschaft zu haben... *lach*

Auch habe ich Anjas Boyfriend kennengelernt, der echt mal sehr gechillt und wirklich sympathisch war. Auf eine gewisse besoffene und ein klein wenig strange Person hätte ich zwar verzichten können - was aber dem Abend keinen Abbruch getan hat! :-)

Euch allen wünsche ich nun einen gechillten Sonntag, und bis hoffentlich bald!! :-)

1 Kommentar 20.5.07 10:13, kommentieren

Ich schaue gen Himmel! ^^

Nach einem schönen gechillten Abend gestern mit der lieben Annika habe ich mich heute ganz dem Chillen und dem Mathelernen hingegeben. Ich habe es mir heute wieder gedacht: Ich kann nie Deutschlehrer werden, an der Arbeit würde ich zugrunde gehen!  Spaß! Vielleicht ändert sich das ja auch noch...

... Generell muss ich sagen, dass meine Motivation für die schulischen Dinge bei so einem geilen Wetter und wallendem Blut nicht die allerbeste ist. Geht's auch ähnlich?

Gerade lese ich Hesses "Steppenwolf" - klasse Buch, auch wenn man den Gedanken ganz schön folgen muss und bereit sein sollte, ihnen auch zu folgen, sonst verliert man sich in einem Wirr aus Buchstaben von lauter Seelen - ein bisschen Faust, Mephisto, Wagner.... und auch Gretchen?

Später treffe ich mich noch mit dem guten Fabi, damit wir unser Sozialkundereferat zwar nicht bei Weib und Wein, jedoch im gechillten Cycles, aufpimpen können! ^^

In dem Sinne: Genießt die Sonnenstrahlen und nehmt sie im Herzen auf, meiner lieben Ka wünsche ich heute besonders viel Erfolg (bei so viel vorberglichem Mephisto!).

1 Kommentar 19.5.07 16:58, kommentieren

"Es irrt der Mensch, solang er strebt!"

Meine werten Blogleser!

Nachdem ich nun manch aufmerksamen Besucher wohl allzu oft enttäuschen musste, da mir entweder die Zeit gefehlt hat oder ich die äußere Leere bevorzugt habe, und somit nichts Neues schreiben konnte, will ich, auch nachdem meine süße Kerstin, die ich hiermit ganz lieb grüßen will, schon mehrmals dezent (!) darauf hingewiesen hat, endlich mal wieder ein Lebenszeichen geben.

So ein trister Tag heute! Wenn wir einmal frei haben, dann könnte uns doch auch ein strahlender Sonnenschein erwarten, findet ihr nicht? Aber wie meinte schon Marc Twain? "Alle reden über's Wetter - aber keiner kann es ändern!"

Meiner lieben Ka muss ich wohl heute eine Horrornachricht überbringen: Eine einfache Maß Bier wird dieses Jahr ganze sieben Euro kosten...

... Aber von solch profanen Dingen wollen wir uns nicht aufhalten lassen, stimmt's?

In dem Sinne wünsche ich euch allen noch einen wunderschönen Tag der Auferstehung und der Väter - macht's gut!

 

1 Kommentar 17.5.07 15:48, kommentieren